Fichtenharz - Heilkraft für Mensch und Natur

Weisst du noch, wie du als Kind im Wald gespielt hast? Wie
du aus Ästen Pfeil und Bogen geschnitzt hast, im Dreckwasser die Hände gebadet
und bis in die höchsten Baumkronen geklettert bist? Mit dreckigen Kleidern,
Blättern in den Haaren und meistens auch klebrigen Händen bist du erschöpft,
aber glücklich nach Hause zurückgekehrt. Besonders das klebrige Zeug an den
Kleidern brachte die Eltern oft zur Verzweiflung.

Was man kaum aus den Kleidern herausbekommt, ist aber eine
der grössten Schutzbarrieren für den Baum.

Das Harz als Schutzbarriere

Durch seine zusammenziehende und desinfizierende Wirkung schützt das Harz den Baum bei Verletzungen vor Pilzen und Bakterien. Sobald eine Rindenverletzung vorliegt, tritt das zähe Harz aus den Harzkanälen des Baumes aus, verstopft die Gänge und verhindert so das Eindringen von Feinden.


Es enthält eine Mischung aus Verbindungen, die als starke Abwehrstoffe gegen Borkenkäfer und zugehörige Pilzinfektionen wirken. Neben diesen biologischen Abwehrstoffen versiegelt das Harz auch physikalisch die Wunde – es wirkt wie ein Pflaster: wasserabweisend, aber trotzdem atmungsaktiv.

Aus der Steinzeit in die Gegenwart

Bereits in der Steinzeit erkannte man, wie wertvoll Baumharz sein kann. Damals wurde es vorwiegend als Klebstoff verwendet. In der Antike rückten jedoch schnell die medizinischen Zwecke in den Vordergrund. Griechische Ärzte verwendeten das Harz zur Behandlung von Wunden, Geschwüren und Atemwegserkrankungen.

Heute weiss die Wissenschaft: Harz hat viele heilende Eigenschaften. So verschliesst Harz nicht nur beim Baum die Wunden, sondern hat auch bei uns Menschen wundheilungsfördernde Eigenschaften.

Wirkung des Fichtenharzes

Neben der Wundheilung wird dem Fichtenharz auch nachgesagt, dass es die Durchblutung fördert, desinfizierend wirkt und entzündungshemmend ist.

Diese schützenden Eigenschaften des Harzes beruhen auf Harzsäuren und Lignanen. Harzsäuren sind antimikrobielle Verbindungen, und Lignane sind Pflanzenstoffe, die als starke Antioxidantien wirken. Sie schützen den Körper vor Zellschädigungen.

So ist es kein Wunder, dass man Harz auch heute noch in vielen kosmetischen Produkten findet. Besonders in der Naturkosmetik bietet
Harz eine natürliche Alternative zu synthetischen Inhaltsstoffen.

Gewinnung des Fichtenharzes

Als Kind bekam man beim Spielen im Wald meist ohne Absicht
Harz an die Hände. Man kann Harz jedoch auch gezielt gewinnen und verarbeiten.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Harzgewinnung
professionell von sogenannten Pechern oder Harzern durchgeführt. Dieser Beruf
ist heute jedoch weitgehend verschwunden.

puralpina und das Fichtenharz

Auch in unseren Produkten ist Fichtenharz ein wichtiger
Rohstoff. Du findest es in allen unseren Pflegeprodukten. Besonders im
Hanf Chnübi wirkt das Fichtenharz ähnlich wie beim Baum: Spröde und rissige
Haut wird durch das Hanf-Chnübi mit dem Inhaltsstoff des Fichtenharzes
gepflegt.

Wie bei einer verletzten Rinde hilft das Fichtenharz dabei,
rissige Haut zu behandeln.

Gesammelt wird das Harz direkt vor unserer Haustüre in
Frutigen. Die Wirkstoffe werden anschliessend in einem Öl-Auszug gewonnen.
Damit die Wirkstoffe des Fichtenharzes in unsere Produkte integriert werden
können, wird das Harz im Öl auf rund 70 Grad Celsius erhitzt. Nach etwa zwei
Stunden Ziehzeit gewinnt man aus dem harten Fichtenharz die für unsere Produkte
wichtige Tinktur.

Bereits abgelagerte Harzreste oder solche von bereits
gefällten Bäumen dürfen in kleinen Mengen gesammelt werden. Wichtig ist dabei,
dass der Baum nicht beschädigt wird. Das Anritzen lebender Bäume – wie es die
Pecher früher gemacht haben – ist heute verboten.

Für unsere Produkte sammeln wir deshalb ausschliesslich
abgelagerte Harzreste im Wald.

Aus der Natur direkt in unsere Produkte integriert. Genau
wie damals beim Spielen im Wald – wenn man klebrige Hände und Blätter in den
Haaren hatte – bringen wir die Kraft der Natur mit unseren Produkten direkt in
deinen Alltag zurück.

Fragen & Antworten

Was genau ist Fichtenharz?

Das Fichtenharz ist eine zähflüssige, gold- bis bernsteinfarbene Substanz, die von der Fichte gebildet wird. Es dient dem Baum als natürlicher Schutzmechanismus. Wenn die Rinde verletzt wird, tritt Harz aus und verschliesst die Wunde. So schützt sich
der Baum vor Schädlingen, Pilzen und Bakterien.

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Welche Wirkung hat Fichtenharz bei uns Menschen?

Fichtenharz wird seit Jahrhunderten in der Volksmedizin genutzt und hat folgende Eigenschaften:

Antibakteriell – kann das Wachstum bestimmter Bakterien hemmen

Entzündungshemmend – unterstützt die Haut bei Irritationen

Wundheilungsfördernd– traditionell bei kleinen Hautverletzungen eingesetzt

Schützend & pflegend – bildet einen leichten Schutzfilm auf der Haut

Durchblutungsfördernd – wird oft in wärmenden Salben verwendet

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Wo wird das Fichtenharz in der Naturkosmetik eingesetzt?

In der Naturkosmetik wird das Fichtenharz vor allem bei:

Trockener, rissiger Haut

Beanspruchten Händen oder Füssen

Kleineren Hautirritationen

Muskel- und Gelenkbalsamen eingesetzt.

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In welchen Produkten von puralpina finde ich das Fichtenharz?

Das Fichtenharz wird in fast allen Pflegeprodukten von puralpina verwendet. Vor allem im
Hanf-Chnübi ist das Fichtenharz ein wichtiger Bestandteil.